Verschleißbedingte knöcherne Wirbelkanalverengungen
Viele Menschen mit starken Rückenschmerzen leiden jedoch nicht oder nicht nur unter einem Bandscheibenvorfall. Bei ihnen kann auch eine f knöcherne Verengung des Wirbelkanals vorliegen. Eine Computertomographie oder Kernspintomographie bestätigt diese Diagnose. Durch starke Abnutzung vergrößern sich die Wirbelgelenke und engen den Wirbelkanal ein. Die dort verlaufenden Rückenmarksnerven werden zusammengedrückt. Die Folge: Die Patienten leiden unter chronischen Kreuzschmerzen und können keine langen Strecken mehr gehen. Es gibt Menschen, die deshalb nur noch fünf bis zehn Meter gehen können und sich dann ausruhen müssen, weil der Schmerz so stark und die Beine zu schwach werden.
Therapie bisher: Die betroffenen Wirbelbögen und Wirbelgelenke wurden auf beiden Seiten weitgehend entfernt. Dadurch wurde die Wirbelsäule oft instabil, weil sich die einzelnen Wirbelkörper gegeneinander verschieben konnten. Deshalb bevorzugen wir einen mikroskopischen Zugang, durch den wir den eingeengten Wirbelkanal nur auf einer Seite öffnen und in einer speziellen Technik auf beiden Seiten erweitern. Das verschafft den Rückenmarksnerven wieder ausreichend Platz. Die Tragfähigkeit der Wirbelsäule wird dabei nicht wesentlich beeinträchtigt.
Nach der Operation in Vollnarkose kann der Patient bereits am nächsten Tag wieder aufstehen und verspürt meist auch sogleich eine deutliche Linderung seiner Beschwerden. Er bleibt noch etwa fünf Tage in der Klinik und trägt zum Schutz vor falschen Bewegungen vier Wochen lang ein Spezialmieder. Arbeiten am Schreibtisch sind nach drei Wochen und körperlich belastende Arbeiten nach sechs Wochen wieder möglich.
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