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Dr. med. Reinhard Schneiderhan Facharzt für Orthopädie

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Lendenwirbelsäule (LWS): Bleiben beim sogenannten Wirbelgleiten trotz intensiver konservativer Therapie bzw. minimalinvasiver Behandlung ausgeprägte Schmerzen bestehen, kommt eine Versteifungsoperation in Betracht


Versteifungsoperationen (Spondylodese) der Lendenwirbelsäule

Versteifungsoperationen (Spondylodese) der Lendenwirbelsäule
Der Einsatz von Implantaten

Das sogenannte Wirbelgleiten, bei dem sich am Wirbelbogen ein Spalt bildet und der Wirbel nach vorne abgleitet (Fachausdruck: Spondylolisthese), ist eine angeborene bzw. in frühester Jugend entstandene Instabilität im Bereich der Lendenwirbelsäule. Es kann aber auch durch Abnutzung und Verschleiß oder nach einer Bandscheibenoperation zur Entwicklung eines Wirbelgleitens (Pseudospondylolisthese) kommen. Bleiben trotz intensiver konservativer Therapie bzw. minimalinvasiver Behandlung ausgeprägte Schmerzen bestehen, kommt eine operative Versteifung des betroffenen Wirbelsäulenabschnittes in Betracht.



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Operationstechnik

In Vollnarkose wird ein ca. zehn Zentimeter langer Hautschnitt über der Wirbelsäule angelegt. Vorsichtig löst der Chirurg in diesem Bereich die Muskulatur von den Wirbelkörpern ab. Unter mikroskopischer Sicht öffnet er dann den Wirbelkanal (Spinalkanal), entlastet eingeklemmte Rückenmarksnerven (Spinalnerven) und räumt den Bandscheibenraum komplett aus. Er zieht den abgeglittenen Wirbel in die richtige Position zurück und legt Implantate aus Kohlenstoff (Karbon), Kunststoff, Titan oder körpereigenem Knochen in den ausgeräumten Bandscheibenraum ein. Diese Implantate stellen sicher, dass die Wirbelkörper im richtigen Abstand und in der richtigen Stellung zueinander miteinander knöchern verwachsen (verschmelzen). Um eine sichere Verschmelzung zu erreichen, fixiert der Arzt die Wirbelkörper zusätzlich noch mit Titanschrauben. Alternativ zu diesem Eingriff von hinten können die Implantate auch über einen Zugang durch den Bauchraum (ventraler, retroperitonealer Zugang) eingebracht werden.

Indikation

  • angeborene oder erworbene Instabilitäten der Lendenwirbelsäule (Gleitwirbelbildungen)
  • therapieresistente chronische Schmerzsyndrome nach mehrfachen Wirbelsäulenoperationen
(Postlaminektomiesyndrom/ Postdiskotomiesyndrom)

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