Versteifungsoperation/Fusionierungsoperation bei Bandscheibenvorfällen der Halswirbelsäule. Leistungsmerkmale und Ablauf
Stellenwert
Offenes, mikroskopisches Operationsverfahren zur Behandlung auch großer und nach beiden Seiten ausgedehnter sowie verknöcherter Bandscheibenvorfälle der Halswirbelsäule mit nur geringer Gefahr von Nebenwirkungen.
Vorteil
Schonendes Verfahren, das nur einen kurzen stationären Aufenthalt erfordert. Durch die mechanische Entfernung von Bandscheibenvorfall und Osteophyten werden eingeklemmte Nerven sowie das bedrängte Rückenmark sofort entlastet. Dementsprechend kommt es in der Regel zu einer schnellen Rückbildung von Schmerzen und Lähmungen. Direkt nach der Operation ist die Halswirbelsäule bereits soweit belastbar und bewegungsstabil. Dennoch sollte eine Halskrause für sechs Wochen getragen werden, um die Heilung zu fördern.
Nachbehandlung
Sechs bis acht Wochen nach dem Eingriff kann mit einer abgestimmten Krankengymnastik (Physiotherapie) begonnen werden. Schwerpunkte sind der isometrische Muskelaufbau und Bewegungsübungen der Halswirbelsäule. Es sollte für sechs Wochen eine Halskrause getragen werden, um die Heilung zu fördern.
Arbeitsfähigkeit
Bürotätigkeiten und leichte körperliche Arbeiten kann der Patient schon nach ca. ein bis zwei Wochen wieder aufnehmen. Das Heben schwerer Lasten sollte für ca. sechs Wochen unterbleiben und danach nur langsam steigernd begonnen werden.
Sportaktivitäten
Radfahren mit aufrechter Oberkörperhaltung ist nach ca. zwei bis drei Wochen wieder möglich. Andere Sportarten sollten je nach Belastungsmuster und Belastungsintensität erst nach sechs Wochen langsam steigernd aufgenommen werden.
Ergebnisse
Übereinstimmend mit der internationalen Literatur ist mit einer Erfolgsquote von ca. 90 Prozent zu rechnen.
Weiterführende Links zu diesem Aspekt:
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