Moderne Wirbelsäulenchirurgie ja – aber wann?
Vor jeder Entscheidung für eine Behandlungsmethode muss eine sorgfältige Schmerzanalyse stehen. Dazu befragt der Arzt den Patienten ausführlich über seine Beschwerden und seine Krankengeschichte (Anamnese). Dann folgt die eingehende körperliche Untersuchung. Bisherige therapeutische Maßnahmen werden entsprechend ihrer Resultate analysiert und vorliegende Röntgenbefunde und neurologische Untersuchungen einbezogen und ggf. noch erweitert.
Danach muss entschieden werden, ob weitere diagnostische Abklärungen erforderlich sind. In Frage kommen hier z.B. röntgengesteuerte diagnostische Injektionen oder Röntgenaufnahmen in bestimmten Wirbelsäulenhaltungen oder zusätzlich Computertomogramm- Aufnahmen des betroffenen Wirbelsäulenabschnittes.
Zuerst kommen dann, sofern keine neurologischen Ausfallserscheinungen oder ein chronifiziertes Schmerzgeschehen vorliegen, alle konservativen Behandlungsverfahren zum Einsatz. Dazu gehören zunächst Manualtherapie, Physiotherapie und Schmerzmittel. Darauf folgen Injektionsbehandlungen, die teilweise unter Röntgenkontrolle durchgeführt werden, und Infusionen.
Klingen die Beschwerden trotz aller Maßnahmen nach einigen Wochen immer noch nicht ab, haben sich der Racz-Katheter, die Lasertherapie der Bandscheibe und die Behandlung mit der Hitzesonde bewährt. Doch was passiert, wenn alle diese Methoden trotz sorgfältiger Indikationsstellung nicht den erwarteten Erfolg zeigen? Oder wenn zusätzlich zu den Schmerzen bereits Lähmungen an Armen bzw. Beinen oder sogar Blasenmastdarmstörungen auftreten?
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