Trokargestützte mikrochirurgische Entfernung von Bandscheibenvorfällen. Leistungsmerkmale und Ablauf
Stellenwert
Minimalinvasives Operationsverfahren für eine schonende Behandlung vieler Bandscheibenvorfälle im Bereich der Halswirbelsäule.
Nachbehandlung
Zwei bis drei Wochen nach dem Eingriff sollte eine abgestimmte Krankengymnastik beginnen. Das Tragen einer Halskrause nach der Operation wird nicht nötig.
Vorteil
Schonendes Verfahren, das nur einen kurzen stationären Aufenthalt erfordert. Durch die mechanische Entfernung des Bandscheibenvorfalls und die zusätzliche Beseitigung von knöchernen Einengungen des Nervenwurzelkanals wird der eingeklemmte Spinalnerv sofort entlastet, so dass in der Regel eine schnelle Rückbildung von Schmerzen und Lähmungen erreicht wird. Bei diesem Operationsverfahren kommt es nicht zur Verschmelzung der beteiligten Wirbelkörper wie bei einer sogennannten Fusionierungsoperation. Somit bleibt die Beweglichkeit in diesem Wirbelsäulensegment bestmöglich erhalten, womit eine Überbelastung der benachbarten Bandscheiben mit vorzeitiger Abnutzung vermieden werden kann.
Arbeitsfähigkeit
Bürotätigkeiten und leichte körperliche Arbeiten können nach ca. zwei bis drei Wochen wieder aufgenommen werden. Körperlich belastende Arbeit sollte ca. sechs Wochen unterbleiben und danach nur langsam steigernd begonnen werden.
Sportaktivitäten
Radfahren mit aufrechter Körperhaltung ist nach ca. zwei bis drei Wochen wieder möglich. Andere Sportarten sollten je nach Belastungsmuster und Belastungsintensität erst nach sechs Wochen langsam steigernd aufgenommen werden.
Ergebnisse
Übereinstimmend mit der internationalen Literatur ist mit einer Erfolgsquote von 80 bis 85 Prozent zu rechnen.
Weiterführende Links zu diesem Aspekt:
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