Botulinum-Toxin in der Schmertherapie. Leistungsmerkmale und Ablauf
Kontraindikation
- Einnahme von Marcumar (blutverdünnendes Medikament)
- Schmerzen, die durch Druck der Bandscheibe auf eine Nervenwurzel entstehen (bandscheibenbedingte Wurzelkompressionssyndrome)
Stellenwert
Botulinum-Toxin wird in der Medizin seit mehr als zwanzig Jahren eingesetzt, besonders in der Neurologie zur Behandlung von Erkrankungen, die mit einer krankhaft erhöhten Muskelverspannung einhergehen. Botulinum- Toxin wird nun seit über sieben Jahren in den USA mit großem Erfolg auch zur Behandlung chronischer Schmerzen eingesetzt. Insbesondere die Behandlung muskulär bedingter Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen erwies sich dabei als sehr erfolgreich.
Vorteil
Die bisher verschriebenen muskelentspannenden Medikamente (Muskelrelaxantien) haben als unangenehme Nebenwirkung eine auftretenden Müdigkeit sowie bei längerer Einnahme die Gefahr der Abhängigkeit. Darin besteht der entscheidende Vorteil der Botulinum-Toxin-Therapie. Nach der Injektion in den Muskel kommt es zu keiner Verteilung im gesamten Körper, so dass Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Konzentrationsstörungen oder Gewichtszunahme nicht mehr auftreten!
Nachbehandlung
Sofort nach der Injektion kann die bisherige physikalische und krankengymnastische Behandlung wieder aufgenommen werden. Eine spezifische Nachbehandlung ist nicht notwendig.
Arbeitsfähigkeit
Die Arbeitsfähigkeit ist durch die Behandlung mit Botulinum-Toxin in der Regel nicht beeinträchtigt.
Sportaktivitäten
Körperliche Belastungen durch unterschiedliche Sportarten sind frühzeitig
nach der Injektion wieder möglich.
Weiterführende Links zu diesem Aspekt:
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